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EU AI Act

KI-Kennzeichnungspflicht: Warum jetzt handeln klüger ist

Wer frühzeitig kennzeichnet, spart später Arbeit – und beweist Haltung.

Ramona Groh·Februar 2026·5 Min. Lesezeit
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KI-Kennzeichnungspflicht: Warum jetzt handeln klüger ist

Bild: KI-generiert von Ramona Groh mit Midjourney

Stellen Sie sich vor, Sie müssen sämtliche Inhalte Ihrer Website, Ihres Newsletters und Ihrer Social-Media-Kanäle rückwirkend daraufhin prüfen, ob sie KI-generiert sind – und sie dann nachträglich kennzeichnen. Das ist kein Horrorszenario. Das ist die Realität für Unternehmen, die noch immer abwarten.

Was gilt ab wann?

Der EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) ist seit August 2024 in Kraft. Art. 50 regelt die Transparenzpflichten für KI-generierte Inhalte: Wer Texte, Bilder, Audio oder Video mit KI-Systemen erstellt und veröffentlicht, muss diese als KI-generiert kennzeichnen – sofern sie nicht offensichtlich künstlerischer Natur sind. Die Durchsetzungsmaßnahmen greifen ab August 2026 vollständig. Aber: Die Pflicht selbst gilt bereits jetzt. Wer heute kennzeichnet, ist auf der sicheren Seite.

Was muss gekennzeichnet werden?

Die Kennzeichnungspflicht gilt für:

Texte
Blogbeiträge, Produktbeschreibungen, Social-Media-Posts, Newsletter, die ganz oder überwiegend von LLMs wie ChatGPT generiert wurden
Bilder
Mit Midjourney, DALL·E, Stable Diffusion oder ähnlichen Tools erstellte Grafiken, Fotos und Illustrationen
Audio & Video
KI-generierte Sprachausgaben, Avatare, synthetische Stimmen und Deep-Fake-ähnliche Inhalte
Deepfakes
Realistische Darstellungen von Personen oder Ereignissen, die nicht stattgefunden haben, müssen zwingend und deutlich sichtbar gekennzeichnet werden

Wie kennzeichnet man richtig?

Der EU AI Act schreibt keine einheitliche Formulierung vor – die Kennzeichnung muss lediglich „klar und erkennbar“ sein. In der Praxis haben sich folgende Ansätze bewährt:

Praxisbeispiele
  • "Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft."
  • "Bild: KI-generiert mit Midjourney."
  • "Erstellt mit ChatGPT – inhaltlich verantwortet von [Name]."
  • Alt-Text bei Bildern: "KI-generiertes Bild: [Beschreibung]"
  • Im Impressum: Allgemeiner Hinweis auf den Einsatz von KI-Tools und Kennzeichnungsstandards

Warum jetzt handeln – und nicht erst im August 2026?

Drei gute Gründe, die über die reine Compliance hinausgehen:

01
Kein Rückwirkungsaufwand
Wer jetzt anfängt, muss nichts nachträglich kennzeichnen. Jeder neue Inhalt, der korrekt markiert wird, ist bereits compliant – und ab August 2026 auch vollständig durchsetzungskonform.
02
Vertrauen als Wettbewerbsvorteil
Transparenz über KI-Einsatz stärkt das Vertrauen von Kunden, Partnern und Mitarbeitenden. Wer offen kommuniziert, positioniert sich als verantwortungsvoller Akteur – nicht als einer, der etwas verbergen möchte.
03
Interne Prozesse jetzt etablieren
Kennzeichnung ist kein einmaliger Akt, sondern ein Prozess. Wer jetzt Workflows, Checklisten und Verantwortlichkeiten definiert, ist für die vollständige Durchsetzung ab August 2026 bestens vorbereitet.

Wie wir es bei Fischer & Groh machen

Diese Website ist ein Praxisbeispiel: Sämtliche KI-generierten Bilder (erstellt mit Midjourney) sind im Impressum und in der Datenschutzerklärung als solche ausgewiesen. Der Footer trägt den Hinweis „Mit KI und viel Liebe gebaut ♥ · KI-generierte Inhalte gekennzeichnet gemäß EU AI Act Art. 50“. Texte, die mit LLM-Unterstützung entstanden sind, werden redaktionell verantwortet und entsprechend markiert. Wir zeigen damit: Kennzeichnung ist kein Bürokratieakt, sondern ein Statement.

In unseren KI-Schulungen vermitteln wir genau diese Praxis: Wie kennzeichnet man KI-Inhalte korrekt? Welche internen Prozesse braucht es? Und wie kommuniziert man transparent, ohne das eigene Unternehmen in ein schlechtes Licht zu rücken? Sprechen Sie uns an – wir helfen Ihnen, frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen.

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